7. April 2026

Weltgesundheitstag: Ernährungsmythen aufgedeckt

Dieser Tag ist der perfekte Anlass, um ein paar Mythen rund um gesunde Ernährung aufzudecken:

  • Mythos 1: „Gesunde Ernährung ist teuer“

Gesunde Ernährung muss nicht teuer sein. Mit einfachen Tricks kannst du Geld sparen:

  • Baue mehr Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen, Kichererbsen) in deinen Speiseplan ein und ersetze damit Fleischportionen. Hülsenfrüchte haben den positiven Nebeneffekt, dass sie dich länger satt halten
  • Baue Grundnahrungsmittel, wie Erdäpfel, Nudeln, Polenta, Haferflocken, etc., ein. Diese machen dich länger satt
  • Heimisches Obst und Gemüse ist oft billiger, wenn es gerade Saison hat. Außerhalb der Saison kannst du auf Tiefkühlgemüse und -obst (Produkte ohne zugesetzte Saucen) zurückgreifen
  • Wasser ist der beste Durstlöscher und günstiger als Limonaden und Säfte. Hast du mal Lust auf etwas mehr Geschmack, kannst du Zitronenscheiben, Orangenscheiben, Ingwerstückchen, Beeren etc. unter das Wasser mischen
  • Verwende, wo möglich, das gesamte Lebensmittel: Radieschenblätter/ Kohlrabiblätter/ Karottengrün für ein Pesto, getrocknete Gemüseschalen für Suppenwürze, abgeriebene Orangenschalen/ Zitronenschalen für Kuchen, trockenes Brot als Suppeneinlage

Hier noch ein paar Beispiele für gesunde und günstige Gerichte:

  • Polentapizza
  • Getreidelaibchen
  • Linsen mit Knödel
  • Erdäpfelstrudel
  • Gemüsepfanne
  • Nudeln mit Linsen-Tomatensauce
  • One-Pot-Pasta
  • Gemüsesuppen
  • Bulgursalat
  • Erdäpfelauflauf
  • Mythos 2: „Es werden täglich 30 g Ballaststoffe empfohlen – Das schaffe ich doch nie“

Der Ballaststoffgehalt (= Pflanzenfasern, die für die Darmgesundheit wichtig sind) kann schon mit kleinen Änderungen im Speiseplan erhöht werden:

 LebensmittelBallaststoffgehaltLebensmittelBallaststoffgehalt
Frühstück50 g Beeren Crunchy Müsli4,5 g50 g Haferflocken4,5 g
150 g Joghurt50 g Beeren2 g
  1 TL Leinsamen (5 g)1 g
  30 g Nüsse2,5 g
  150 g Joghurt
    
Mittagessen100 g Nudeln (Weißmehl)2 g100 g Vollkornnudeln5 g
Sauce Bolognese (100 g Faschiertes, 150 g passierte Tomaten, 50 g Karotten)3,5 gSauce Bolognese (50 g Faschiertes,  50 g Linsen, 150 g passierte Tomaten, 50 g Karotten)6 g  
1 Apfel, roh (150 g)3 g1 Apfel, roh (150 g)3 g
    
Abendessen2 Scheiben Brot, Weißmehl (100 g)3 g2 Scheiben Vollkornbrot (100 g)8 g
60 g Topfenaufstrich60 g Hummus2,5 g
½ Paprika, roh (75 g)2,5 g½ Paprika, roh (75 g)2,5 g
     
  = 18,5 g= 37 g
  • Mythos 3: „Smoothies sind genauso gesund wie frisches Obst“

Empfohlen werden täglich 2 Portionen Obst, wobei 1 Portion ca. einer geballten Faust entspricht. Für 1 Glas Smoothie wird aber oft viel mehr Obst als die empfohlene Menge verwendet. Damit steigt die Zuckeraufnahme stark an, denn auch ohne zugesetzten Zucker sind Smoothies sehr süß. Obst enthält den sogenannten Fruchtzucker, der bei hohen Mengen die Leber belastet. Frisches Obst enthält aber nicht nur Fruchtzucker, sondern auch Vitamine und Ballaststoffe (= Pflanzenfasern, die für die Darmgesundheit wichtig sind). Bei der Verarbeitung zu einem Smoothie wird meist die besonders ballaststoffreiche Schale entfernt. Damit sättigen sie auch nicht so gut wie frisches Obst. Gekaufte Smoothies werden zusätzlich noch wärmebehandelt, damit sie länger haltbar sind. Damit gehen wichtige hitzeempfindliche Vitamine verloren.

Worauf kannst du nun achten: Probiere es aus gelegentlich Smoothies selbst zuzubereiten und nimm dafür Obst gemischt mit Gemüse. Achte auf die empfohlenen Obstportionen pro Tag. Verwende, wo möglich, auch gleich die Schale mit

  • Mythos 4: „Dunkles Brot ist gesünder als helles Brot“

Die Farbe des Brotes allein sagt noch nicht aus wie hochwertig es ist. Denn auch Brot aus Weißmehl kann mit Malz eingefärbt werden und täuscht damit einen Vollkornanteil vor. Vollkornbrot enthält viele Ballaststoffe (= Pflanzenfasern, die für die Darmgesundheit wichtig sind) und macht länger satt. Doch ob es sich um ein Vollkornbrot oder um gefärbtes Weißbrot handelt, ist nur über die Zutatenliste erkennbar. Der Vollkornanteil bei einem echten Vollkornbrot muss mindestens 90 % betragen

Eine genussvolle Woche wünscht dir
Diätologin Christina Artmüller, BSc