12. Oktober 2026

Der nächste Gelsensommer beginnt bereits im Herbst

Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, ist es Zeit, Balkon, Terrasse und Garten winterfest zu machen. Doch Vorsicht: Wer seine Pflanzen ins Winterquartier bringt, könnte dabei unbemerkt auch die nächste Generation der asiatischen Tigermücke mitnehmen.

Kleine Eier, große Wirkung

Mit den herbstlichen Temperaturen verschwinden auch die lästigen Gelsen zunehmend aus unseren Gärten. Doch die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) hat eine besondere Überlebensstrategie: Ihre Eier können die kalte Jahreszeit überdauern und im nächsten Frühjahr für eine neue Mückengeneration sorgen.

Besonders tückisch: Die winzigen Eier haften an den Innenwänden von Blumentopfuntersetzern, Gießkannen und anderen Gefäßen, in denen sich Wasser gesammelt hat. Selbst wenn diese längst ausgetrocknet sind, können die Eier überleben.

Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) warnt daher ausdrücklich davor, Tigermückeneier unbeabsichtigt mit ins Winterquartier zu nehmen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Handeln!

Wer seine Pflanzen vor den ersten Frösten ins Haus, in den Keller oder ins Gewächshaus bringt, sollte sich ein paar Minuten zusätzlich Zeit nehmen.

So verhindern Sie, dass Tigermückeneier mitüberwintern:

  • Untersetzer gründlich reinigen: Wasser ausleeren und die Innenflächen mit einem Schwamm oder einer Bürste sorgfältig abwischen. Einfaches Ausspülen reicht nicht aus!
  • Gießkannen und Pflanzgefäße kontrollieren: Auch an deren Innenwänden können Tigermückeneier haften.
  • Behälter trocken lagern: Nicht benötigte Untersetzer, Kübel und Gießkannen nach der Reinigung möglichst trocken aufbewahren.
  • Wasseransammlungen vermeiden: Auch im Herbst sollten Regentonnen abgedeckt und kleine Wasserstellen im Garten oder auf dem Balkon beseitigt werden.

Warum ist das auch für Linz wichtig?

Die asiatische Tigermücke ist eine invasive Stechmückenart, die sich in Österreich ausbreitet. Sie ist nicht nur besonders lästig, weil sie auch tagsüber sticht, sondern kann unter bestimmten Bedingungen auch Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren übertragen.

Umso wichtiger ist es, ihre Vermehrung frühzeitig einzudämmen. Gerade in dicht besiedelten Gebieten können zahlreiche kleine Wasserstellen auf Balkonen, Terrassen und in Innenhöfen ideale Brutplätze bieten.

Die gute Nachricht: Jeder kann mit einfachen Maßnahmen dazu beitragen, die Ausbreitung der asiatischen Tigermücke zu bremsen.

Ein kleiner Herbstputz für einen entspannteren Sommer

Wer jetzt beim Einwintern seiner Pflanzen auch die Untersetzer und Wasserbehälter gründlich reinigt, leistet einen wertvollen Beitrag zur Tigermücken-Prävention.

Alle wichtigen Informationen und weitere Tipps zur Vorbeugung gibt es auf der Website der AGES.